S 5 Stockerauer Schnellstrasse Abschnitt Kollersdorf – Grafenwörth

Auftraggeber: Amt der Niederösterreichischen Landesregierung; Abteilung Straßenplanung
Art: UVP im vereinfachten Verfahren
Länge: 5,8km
Planung: 2000 – 2001

Leistungen RaumUmwelt®Planungs-GmbH:

In der Arbeit wurden von RaumUmwelt®Planungs-GmbH in einem interdisziplinären Team u.a. folgende Leistungen erbracht:

  • Koordinierung der Umwelt - Themenbereiche
  • Ermittlung des Prüfumfanges für die Themenbereiche Ökologie, Siedlungs- und Wirtschaftsraum, Jagd- und Fischereiwirtschaft
  • Festlegung der Beurteilungsmethodik
  • Erhebung und Aufbereitung der Grundlagendaten (Ökologie, Siedlungs- und Wirtschaftsraum, Jagd- und Fischereiwirtschaft)
  • Festlegung des Beurteilungsumfanges
  • Bearbeitung Themenbereich Ökologie (Vegetation, Zoologie, Naturschutz, Wildökologie)
  • Bearbeitung Themenbereich Siedlungswesen (Flächennutzung, Sach- und Kulturgüter)
  • Bearbeitung des Teilbereichs Jagd und Fischerei im Themenbereich Land- und Forstwirtschaft
  • Behördenkontakte (Amt der NÖ Landesregierung, Gemeinden, Nutzungsberechtigte)
  • Erstellung Bericht (Themenbereiche Ökologie, Siedlungs- und Wirtschaftsraum, Jagd- und Fischereiwirtschaft)
  • Erstellung Präsentationsunterlagen für die projektbegleitende Arbeitsgruppe
  • Umweltthemenbezogene Teilnahme an der Öffentlichkeitsarbeit

Projektbeschreibung:

Planausschnitt

Ausgangslage

Im Raum St. Pölten - Krems - Tulln besteht eine erhebliche Verkehrszunahme, die nach aktuellen Prognosen weiterhin wachsen wird. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, erfolgt der Ausbau der Schnellstraße S 5. Diese Bauabsichten bzw. Baumaßnahmen gründen auf Verkehrsuntersuchungen über die Wirkungen verschiedener verkehrstechnischer Maßnahmen.

Die S5 Stockerauer Schnellstraße verläuft von Krems über Tulln und Stockerau in der Norden von Wien, wo sie in die A22 Donauufer Autobahn einbindet.

Die cit. Verbindungsspange wurde in den Jahren 1996 bis 1998 im Rahmen einer Machbarkeitsstudie untersucht. Als Ergebnis wird der Ausbau der zweispurigen S 5 Kremser Schnellstrasse ohne Mitteltrennung auf eine vierspurige Schnellstraße mit Mitteltrennung vorgeschlagen.

Folgende Aspekte wurden geprüft:

Beurteilungskriterien
  • Beanspruchung von Bauland gegliedert nach Flächenwidmung;
  • Berücksichtigung der örtlichen und überörtlichen Raumordnungsprogramme;
  • Betroffenheit von Wegverbindungen, Beeinträchtigung von Kulturgütern;
  • Immissionen Lärm; gegliedert nach Widmungskategorien (Flächenausmaß, Anzahl Einzelbauwerke);
  • Betroffenheit und Flächenausmaß von erhaltenswerten Lebensräumen gegliedert nach Schutzstatus;
  • Art der Beeinträchtigung von erhaltenswerten Lebensräumen (Verlust, Gefährdung, Zerschneidung);
  • Betroffenheit und Art der Beeinträchtigung von Tierlebensräumen;
  • Ansprache Beeinträchtigung von Jagd- und Fischerei;
  • Koordination und Redaktion der Auswirkungen auf Klima und Luftschadstoffe.

Erstellung der UVE

Planausschnitt

Die Bearbeitung der UVE umfaßt die S5 Stockerauer Schnellstraße - Abschnitt Kollersdorf - Grafenwörth. Gemäß UVP-G wurden auf fachlicher Grundlage die unmittelbaren und mittelbaren Auswirkungen festgestellt, beschrieben und bewertet, die das Vorhaben auf die einzelnen Schutzgüter haben kann. Nach Festlegung und Bewertung der Schutz- und Ausgleichsmaßnahmen wurde die verbleibende Restbelastung ermittelt. Zusammenfassend wurde unter Einhaltung der vorgesehenen Maßnahmen der vierspurige Ausbau der S5 im Abschnitt Kollersdorf - Grafenwörth als umweltverträglich beurteilt.

Projektkoordination und Öffentlichkeitsarbeit

Die Bearbeitung erfolgte in enger Abstimmung mit dem Auftraggeber und den weiteren relevanten Dienststellen der NÖ Landesregierung (Raumplanung, Naturschutz, Wasserbau, Grundwasser, Brückenbau, Landwirtschaft, Forstwirtschaft, etc.). Die betroffenen Gemeinden wurden über den Planungsprozess laufend informiert.


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