Brenner Basistunnel - Galleria di base del Brennero

Auftraggeber: Brenner Basistunnel / Galleria di base del Brennero BBT SE
Art: Teilkonzentriertes Genehmigungsverfahren (UVE, EB, WRG, FG) und Materienverfahren (AWG, NatSchG) in Österreich, Einreichprojekt (Progetto definitivo) in Italien, Umweltplanung, WebGIS
Planung: 2005 - laufend
Länge: ca. 56km

Leistungen RaumUmwelt®Planungs-GmbH:

Bei diesem Projekt ist die RaumUmwelt Planungs-GmbH, ein Mitglied der PGBB, Projektgemeinschaft Brenner Basistunnel, welche ihren Sitz in Innsbruck hat und aus folgenden Firmen besteht: Geoconsult (A), Wisserodt Consulting (D) und SWS Engineering (I).

In der Arbeit wurden von RaumUmwelt®Planungs-GmbH in einem interdisziplinären und internationalen Team folgende Leistungen erbracht:

Planausschnitt
  • Erarbeitung bzw. Erstellung der Umweltverträglichkeitserklärung (UVE) in diesen Themenbereichen:
    • Projektbegründung und Alternativen
    • Regionalentwicklung - Verkehr u. Infrastruktur
    • Überregionale Verkehrserschließung und technische Infrastruktur
    • Örtliche Raumplanung
    • Ortsbild, Kulturgüter
    • Freizeit, Erholung, Fremdenverkehr
    • Mensch (Arbeiten, Wohnen, Erholen, Gesundheit, Sach- und Kulturgüter) Naturraum - Ökologie - Naturraum - Ökologie - Landschaft: Pflanzen, Tiere (Vögel, Amphibien und Reptilien, Laufkäfer, Fische) und deren Lebensraum
    • Jagd und Fischerei
    • Umweltweltmedien und deren Nutzungen
    • Boden, Land- und Forstwirtschaft (Landschaftsbild)
    • Wasser (Bergwasser, Gewässermorphologie und Gewässergüte, Gewässermorphologie, Limnologische Untersuchungen)
    • Klima / Luft
    • Lärm und Erschütterung
    • Radioaktivität
    • Elektromagnetische Verträglichkeit
    • Maßnahmeplanung: Zusammenfassung mit Übersicht Schutz- und Ausgleichsmaßnahmen
    • Technische Lärmschutzplanung
  • Umwelt- und Landschaftsanalyse
  • Festlegung der Beurteilungsmethodik
  • Umwelttechnische Wirkungsanalysen
    • Alternativenprüfung
    • Flächenverbrauch
    • Zerschneidung, Wirtschaftseffekte
    • Emissionsbeurteilung
    • Medizinische Wirkungen
  • Leitung des Fachbereichs Umweltplanung
  • Genehmigungsbuch (Verfahrensstrategie)
  • Bearbeitung Genehmigungsverfahren /Fachgrundlagen im Rahmen des teilkonzentriertes Genehmigungsverfahrens - Österreich
    • UVP-G 2000
  • Eisenbahngesetz 1957
    • Darlegung des Vorhabens - eisenbahntechnisches Detailprojekt
    • Erhebliche Auswirkungen auf die Umgebung
  • Wassergesetz 1959
    • Wasserrechtliches Einreichoperat - Entwässerung
    • Wasserrechtliches Einreichoperat - Brücken
    • Wasserrechtliches Einreichoperat - Flussbau und Hochwasserschutz
  • Forstrecht 1975
    • Beschreibung des Eisenbahnvorhabens
    • Forstliche Standortsfaktoren
    • Forstlich relevante Wirkungen des Vorhabens (Rodungen)
    • Forstrechtlich relevante Planungsmaßnahmen
  • AWG 2002, TirNatschG 2005
  • Beiträge zur techn. Projektierung: Projektbegründung, Flussbau/Wasserbau, Ausformung Baustellen, Landschaftsbau
  • Erstellung von Plänen
  • Verwaltung von umfangreichen Datenbeständen aus verschiedenen Fachbereichen in Form einer webbasierten Dienstleistung „WebGIS"
    • Intranetlösungen für Benutzergruppen wie Planer, Geologen, u.v.m.
    • Effizienter und schneller Zugang zu Informationen über Planung und Planungsfortschritt
    • Darstellung von kartographisch aufbereiteten, homogenen Datengrundlagen in Verbindung mit benutzerspezifischen Funktionen
    • Grundstücks- und Eigentümerabfragen
    • Berechnung von schräger, vertikaler und horizontaler Distanzen zur Tunnelachse
    • Werkzeuge zur Dokumentation des Baufortschritts
    • Erfassungsapplikation für Daten zur wasserwirtschaftlichen Beweissicherung
    • Export- und Druckmöglichkeiten von Tabellen und Kartenausschnitten
    • Benutzerverwaltung
    • Modulare Systemstruktur: WebGIS intern, Wasserwirtschaftliche Beweissicherung, Planung, Geologie, Vermessung, WebGIS öffentlich
    • Mehrsprachigkeit: Deutsch, Italienisch, Englisch

Projektgebiet:

Projektgebiet

Der Brenner Basistunnel ist mit einer Länge von knapp über 55 km das Kernelement des Eisenbahnkorridors München-Verona. Dieser ist gemäß der Entscheidung Nr. 884/2004/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 als TEN - Achse Nummer 1 Berlin-Verona / Mailand-Bologna-Neapel-Messina-Palermo Bestandteil der Eisenbahnverbindungen für Nord-Süd-Verkehre.

 

Der Ausbau der Gesamtachse soll stufenweise erfolgen, um bedarfsgerecht Teilabschnitte dem Verkehr zur Verfügung stellen zu können. Diese Vorgehensweise gewährleistet, dass die erforderlichen hohen Investitionen nicht über lange Zeiträume ungenutzt bleiben. Während Teile dieser Achse, wie zum Beispiel die Strecken zwischen Nürnberg - Ingolstadt sowie zwischen Florenz - Rom und Rom - Neapel, bereits errichtet und in Betrieb sind, sind andere Abschnitte, wie zum Beispiel Erfurt - Nürnberg, die Unterinntalstrecke zwischen Radfeld und Baumkirchen oder Verona - Bologna in Bau. Die restlichen Bereiche sind in einem Planungsstadium unterschiedlicher Tiefe.

 

Die Planungstiefe in der derzeitigen Projektphase ist auf die Erwirkung der für die Bauausführung erforderlichen Genehmigungen in Italien und Österreich ausgerichtet.

Der Brenner Basistunnel besteht aus einem System mit zwei eingleisigen Tunnelröhren in einem Abstand von 70 m, die alle 333 m mittels Querschlägen miteinander verbunden sind, sowie aus einem um ca. 10 m - 12 m tiefer liegenden in der Mitte der beiden Haupttunnelröhren situierten Service-Stollen bzw. Entwässerungsstollen.

 

Die Teilstrecke München - Verona ist als leistungsfähige Alpenquerung geplant und kann in drei Abschnitte unterteilt werden:

  • Zulaufstrecke Nord (München - Kufstein, Kufstein - Kundl, Kundl - Baumkirchen)
  • Brenner Basistunnel (Innsbruck - Franzensfeste) mit der Umfahrung Innsbruck
  • Zulaufstrecke Süd (Zubringer Verona, Umfahrung Trient, Umfahrung Bozen, Bozen - Franzensfeste)

 

Es sind drei Multifunktionsstellen in einem Abstand von jeweils ca. 20 km geplant und zwar Umfahrung Innsbruck, Steinach und Wiesen, die jeweils mit Überleitstellen ausgestattet werden. Im Bereich der Multifunktionsstelle südlich von Innsbruck befinden sich die Abzweigebereiche der Verbindungstunnel zur zweigleisigen Umfahrung Innsbruck, die seit Anfang der 90-er Jahre in Betrieb ist.

Die Multifunktionsstellen beinhalten Nothaltestellen für die Rettung der Passagiere havarierter Züge sowie Einrichtungen für den Betrieb und die Wartung und sind jeweils durch einen befahrbaren Zufahrtstunnel erschlossen. Die Multifunktionsstelle Steinach wird zusätzlich mit zwei Überholgleisen ergänzt.

Vorgehensweise bei der Beurteilung der Umweltverträglichkeit

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Für jeden Themenbereich erfolgt eine schrittweise Beurteilung des Vorhabens und der beeinträchtigten Umwelt in Betriebs- und Bauphase.

Als erster Schritt erfolgt eine Beschreibung und Bewertung der Ist-Situation des Untersuchungsraumes (Beeinflussungssensibilität).

In einem zweiten Arbeitsschritt werden die Wirkungen des Vorhabens auf sein Umfeld beurteilt (Wirkungsintensität).

Aus der Verschränkung von Beeinflussungssensibilität und Wirkungsintensität des Bauwerks wird als dritter Arbeitsschritt die Eingriffserheblichkeit des Vorhabens ermittelt.
Darauf aufbauend werden Schutz- und Ausgleichsmaßnahmen entwickelt. Diese werden hinsichtlich Wirksamkeit und Effizienz geprüft. Als letzter Arbeitsschritt wird die verbleibende Restbelastung abgeschätzt.

Im Folgenden wird eine Übersicht über die erforderlichen Genehmigungsverfahren in Österreich und Italien geboten.
Die Übersichtsgrafik befasst sich mit den behördlichen Vorgaben hinsichtlich Genehmigungsverfahren des Brenner Basistunnels nach italienischem und österreichischem Recht. Das von RaumUmwelt erstellte Genehmigungsbuch basiert auf der zum 1. Jänner 2006 geltenden Rechtslage.

Ergebnis

Interessensgruppen

Ergebnis der Abgabe der Einreichunterlagen ist die Bauausführung der Brenner Basistunnel als Hochleistungsstrecke gem. österreichischen und italienischen Recht.


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