Brenner Basistunnel

Genehmigungs- und Materienverfahren in Österreich, Einreichprojekt in Italien

Der Brenner Basistunnel, italienisch Galleria di Base del Brennero, ist ein ca. 56 km langer Tunnel zwischen Innsbruck und Franzensfeste. Er besteht aus zwei eingleisigen Tunnelröhren und ist bei seiner Fertigstellung im Jahr 2027 der längste Eisenbahntunnel der Welt. Der Brenner Basistunnel ist das Herzstück des Skandinavisch-Mediterranen TEN-V-Kernnetzkorridors, der wichtige Häfen in Skandinavien und am Mittelmeer mit den Wirtschaftszentren im Herzen Europas verbindet.

Mit dem Brenner Basistunnel kann der Güterverkehr durch das Vorhaben leichter auf die Schiene verlagert werden. Das Straßenverkehrsaufkommen im Inntal wird in Kombination mit dem Ausbau der Zulaufstrecken verringert und die AnrainerInnen entlastet. Durch das Vorhaben wird die Reisezeit zwischen Innsbruck und Bozen von über zwei Stunden auf weniger als eine Stunde verkürzt.

RaumUmwelt war im gesamten mehrstufigen Bewertungs- und Einreichprozess als Teil eines internationalen Teams beteiligt. Neben der Leitung des Fachbereichs Umweltplanung wurden zahlreiche Fachbeiträge für die Umweltverträglichkeitserklärung erstellt. Ebenso wurden Umwelttechnische Wirkungsanalysen durchgeführt und die Methodik zur Beurteilung der Umweltverträglichkeit ausgearbeitet. Aufbauend auf den Einreichplanungen wurden Schutz- und Ausgleichsmaßnahmen entwickelt. Eine besondere Herausforderung war die Verfahrensarchitektur, die aufgrund der unterschiedlichen Genehmigungsverfahren in Österreich und Italien entwickelt werden musste.

Zeitraum
2005 bis 2008

AuftraggeberIn
Brenner Basistunnel Galleria di base del Brennero BBT SE

ProjektpartnerInnen:

  • GeoConsult
  • Wisserodt Consulting
  • SWS Engineering